|
Dominanzübungen
Sie legen Ihre Hände
über den Nacken und den vorderen Teil des Hunderückens
und pressen leicht für etwa 10 Sekunden. Sie werden merken,
daß Ihr Hund unter dieser Berührung kleiner wird.
Er fühlt sich nicht besonders wohl, spürt aber auf
diese Art und Weise, daß Sie der Stärkere sind.
Eine ähnliche Übung
ist das Hochheben. Viele Hunde mögen dieses nicht. Sie verlieren
buchstäblich den Boden unter den Füßen, bekommen
aber gleichzeitig das Gefühl vermittelt, daß Sie Macht
ausüben, über Ihren Hund bestimmen.
Ihr Hund stupst Sie an,
um Sie zu einem Spielchen zu animieren. Schicken Sie ihn ruhig
aber bestimmt weg. Nach einer Weile rufen Sie Ihren Hund und
spielen mit ihm. Sie sind der Boß und bestimmen das Programm.
Toben Sie ausgelassen
mit Ihrem Hund. Sie bleiben so fit und gesund. Achten Sie aber
darauf, daß Ihr Terrier während des Spiels nicht zu
übermütig wird und evtl. die Führung an sich reißt.
Lassen Sie sich Gegenstände, mit denen Sie spielen, vom
Hund immer wieder herausgeben. Am Ende eines jeden Spiels sind
Sie derjenige, der den "umkämpften" Gegenstand
besitzt. Umgreifen Sie im Spiel hin und wieder die Schnauze Ihres
Hundes. In Anlehnung an das wölfische sog. "Überbeißen"
zeigen Sie so Ihre Dominanz.
Ihr Hund drückt
sich an Sie, um zu schmusen. Schubsen Sie Ihren Hund mit Ihrem
Körper seitwärts weg. Mit einer solchen "Breitseite"
untermauern Sie Ihre Stärke. Später suchen Sie den
Kontakt und beginnen von sich aus das Schmusen, das ja unumstritten
sehr wichtig ist.
Wohin auch immer Sie
Ihren Hund mitnehmen, Sie betreten zuerst sowohl fremdes als
auch bekanntes Gelände, denn auch im Wolfsrudel marschiert
der Anführer an der Spitze.
Unterwürfige Körperstellungen
(sich auf den Rücken legen) und auch sofortiges Gehorchen
Ihres Hundes belohnen Sie mit möglichst hoher Stimme in
sehr freundlichem Ton und einem Klopfen oder einem Streicheln
über den Kopf. Dieses Loben kann ruhig sehr knapp ausfallen.
Sie werden bald merken, wie sich Ihr Hund der lobenden Hand entgegenstreckt
und Sie mit einem kurzen Blick streift, der aussagt: "Wir
verstehen uns".
Hin und wieder, wenn
Ihr Hund liegt, sitzt oder steht, stellen Sie sich über
ihn. Sie demonstrieren ihm damit nicht Ihre körperliche
Länge, sondern vielmehr Ihre Größe, Ihre Überlegenheit.
Ihre Dominanz können
Sie auch bei den täglichen Mahlzeiten demonstrieren, indem
Sie stets vor Ihrem Hund essen. Der Chef kriegt immer zuerst!
Nehmen Sie sich die Freiheit hin und wieder mit dem Finger im
Napf des Hundes herumzurühren, während dieser frißt.
Ihr Hund lernt so zu begreifen, daß es für Sie keine
Tabus gibt.
Denken Sie immer daran,
daß jeder Befehl, den Ihr Terrier ignoriert, Ihre Position
als Anführer schwächt. Besonders erfolgreich hierbei
sind unsere Hunde immer dann, wenn es ums Herankommen geht. Je
öfter Sie Ihren Hund rufen müssen, um zu erreichen,
daß er kommt, desto tiefer verinnerlicht er das Gefühl,
daß Sie anscheinend keinen Einfluß auf ihn haben,
sobald er etwas weiter von Ihnen entfernt ist. Rufen Sie Ihren
Hund daher nur ein einziges Mal! Kommt er nicht, so laufen Sie
in entgegengesetzter Richtung davon. Verstecken Sie sich hinter
einem Gebüsch und bewegen Sie sich nicht. Innerhalb kürzester
Zeit dürfte Ihr Vierbeiner bei Ihnen sein. Loben Sie Ihren
Hund nun ganz gelassen und keinesfalls überschwenglich.
|