Gedichte und Weisheiten


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Gedichte und Weisheiten

10 Bitten eines Hundes
Das Ende einer beliebten Rasse
Dein bester Freund, Dein Hund
Irisches Sprichwort
Der alte Kettenhund
Der Hund
Die Hunde
Ein Hund
Ein neuer Anfang
Findlingshund
Schopenhauer
Herz
Unser Hund
Mein Herrchen hat Geburtstag
Mein Hund
Nero
Ein treues Herz
Treue
Die traurige Geschichte von Lea
Mein Hund ist gestorben
Wie fotografiere ich meinen Welpen
Ein Standard für Richter
Bist Du ein Hundemensch ???

Die Urinprobe ((c) Gaby Kaiser, www.akitainu.de)
10 Gesetze, wie Hunde ihr Eigentum regeln

10 Bitten eines Hundes

1. Mein Leben dauert 10 - 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, eh' Du mich anschaffst.

2. Gib mir die Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freude - ich habe nur Dich.

5. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.

7. Bedenke, eh' du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zerquetschen könnten, daß ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, bockig oder faul, bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.

10. Geh' jenen schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann so was nicht sehen" oder "Es soll in meiner Abwesenheit geschehen".

Alles ist leichter für mich mit Dir.

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Das Ende einer beliebten Rasse

Es gibt sie zuhauf in jedem Stadtwald oder in den Parkanlagen der Schlösser, aber in Brehms Tierleben findet sich von ihnen keine Spur. Auch Prof. Grzimek hat ein solches Tier nie mit in das Fernsehstudio gebracht. Die Rede ist, unsere Hundeliebhaber ahnen es sicherlich schon, von einem "Der-tut-nichts".
Es gibt kleine und große "Der-tut-nichts", langsame und schnelle, aber allen ist gemeinsam: Sie tragen keine Leine und beschnuppern mit Vorliebe Spaziergänger - besonders gerne solche, die Angst vor "Der-tut-nichts" haben. Das stört weder einen "Der-tut-nichts" noch Herrchen oder Frauchen, die auch immer gleich beschwichtigen: "Keine Angst, der tut nichts". In der Regel stimmt das auch, Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Nervös werden Herrchen und Frauchen allerdings, wenn zwei "Der-tut-nichts" aufeinandertreffen. Dann werden die beiden "Der-tut-nichts" an die Leine genommen, damit sie sich gegenseitig nichts tun. Man weiß ja nie, und auch die "Der-tut-nichts"-Besitzer haben Pferde schon kotzen gesehen. Immer mehr Leute wollen den "Der-tut-nichts" jetzt an den Kragen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die "Der-tut-nichts" sollen nämlich - außer natürlich im heimischen Körbchen - Leinen und Maulkorb tragen. Und das wäre - keine Frage - das Ende dieser beliebten Rasse. Ein "Der-tut-nichts" mit Leine und Maulkorb - das wäre ja fast wie ein ganz normaler Hund.


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Dein bester Freund, Dein Hund

Nichts auf der Welt ist uns sicher. Deine eigene Frau mag Dich verlassen, Deine Kinder mögen sich als undankbar erweisen, trotz aller Opfer, die Du für sie gebracht hast. Deine besten Freunde, denen Du jahrelang vertraut hast, können Dich eines Tages betrügen. Du magst Dein Vermögen verlieren. Dein Ruf, Deine Ehre können in ein Nichts zerrinnen. Diejenigen, die am meisten vor Dir in die Knie gesunken sind, werden vielleicht die ersten Steine nach Dir werfen, wenn sie Dich nicht mehr brauchen.

Der einzige, absolute uneigennützige Freund, den der Mensch in dieser selbstsüchtigen Welt hat, ist sein Hund. In der ärmsten Hütte ist er genau so glücklich wie im größten Palast; bei Dir will er sein. Der einzige, der Dich nicht betrügt. Wenn Du ein Bettler bist, bewacht und verehrt er Dich, als wärest Du ein Prinz. Wenn Du von Haus und Hof vertrieben wirst, wenn sie alle, alle Dich verlassen; Dein Hund verläßt Dich nicht. Hast Du kein Obdach mehr und mußt im Freien schlafen, will er keine andere Belohnung, als bei Dir zu sein. Auch wenn Du verhungern müßtest, bliebe er Dir treu. Er hungert mit Dir und küßt und leckt die leere Hand, die ihm kein Futter reichen kann. Solltest Du plötzlich tot umfallen, er weicht nicht von Dir. Er muß eher erschossen werden, als daß er Dich im Stich ließe. Bist Du dann in der kühlen Erde, und er kennt die Stelle, dort an Deinem Grab findet man ihn. Er scharrt, als wolle er Dich wieder ausgraben. Er legt seinen Kopf zwischen seine Pfoten und trauert um Dich, - er --Dein bester Freund, Dein Hund

Ed. Boshardt

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Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen!

-Irisches Sprichwort-

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Der alte Kettenhund

Ich bin allein, es ist schon Nacht
Und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett
bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht.
Ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört,
und wüßt' mein Herr auch, was mir fehlt,
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal
leck' ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß-
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück
und nie werd ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg' ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.

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Der Hund

Wer hat die Pantoffeln zu Fetzen zerkaut?
Der Hund!

Wer hat aus der Pfanne den Braten geklaut?
Der Hund!

Wer hat die seidene Decke zerrissen, den Briefträger und Nachbars Kater gebissen?

Raus, raus, raus!
Raus mit dem Hund aus dem Haus.

Wer liegt auf dem Sofa, obwohl er's nicht soll?
Der Hund!

Wer kratzt in den Beeten und gräbt dort wie toll?
Der Hund!

Wer rannte dem Radfahrer zwischen die Speichen und jault auf der Treppe zum Steineerweichen?

Raus, raus. raus!
Raus mit dem Hund aus dem Haus.

Wer hat immerzu nur gekläfft und gebellt?
Der Hund!

Er hat seine ganze Erziehung vergessen und hat aus der Dose Pralinen gefressen?

Raus, raus, raus!
Raus mit dem Hund aus dem Haus.

Wer hält seinen Kopf schief und guckt einen an?
Der Hund!

So daß ihm kein Mensch ernsthaft böse sein kann.
Der Hund!

Wer hebt seine Pfote und bittet "Verzeih" und schleppt die zerkauten Pantoffeln herbei?

Unser lieber, guter, unser goldiger, einziger, süßer, entzückender Hund!

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Die Hunde

Laßt den Alten doch die Hündchen,
denn es hängt ihr Herz daran.
Jeder trägt ja doch sein Bündchen
auf der krummen Erdenbahn.

Und da kann ein Hundewesen
So ein Liebesspender sein.
In den Augen kann man lesen
Gottes warmen Sonnenschein.

Diesen kann ein Hündchen schenken,
Ausdruck inn'rer Fröhlichkeit,
und es kann das Alter denken
Vorgeschmack der Seligkeit.

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Ein Hund

Ein Hund hat treue Augen,
die sich in Deine saugen
und Dich um Liebe fleh'n.

Ein Hund kann sich vergeben
wohl für ein ganzes Leben,
er will ja zu Dir steh'n.

Du sollst ihm Liebe schenken
und oftmals an ihn denken
und ihm viel Gutes tu'n.

Er will auch Spiele treiben,
sich oftmals an Dir reiben.
Laß ihn zu Füßen ruh'n.

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Ein neuer Anfang

Der Mensch von heute hat es schwer,
will immer mehr - noch vieles mehr!
Obwohl er doch schon alles hat,
so wird er bald zum Nimmersatt.

Er freut sich nicht an kleinen Gaben,
will alles haben - noch besser haben!
Denkt nicht an Tiere, Wiesen, Wälder,
hat nur noch eins im Sinn: sich selber!

Vergißt die Ärmsten dieser Welt,
sein Zauberwort, es heißt nur Geld!
Doch eines Tages fällt's ihm ein:
Er hat verlernt, ein Mensch zu sein.

Nun schau Dir Deinen Hund mal an,
nimmt er Dich nicht in seinen Bann?
Möchtest Du nicht sein wie er,
federleicht und halb so schwer?

Frei von aller Last und Sorgen,
ohne Furcht auch vor dem Morgen;
fragst auch Du Dich ab und zu,
könnt' ich doch so sein wie Du!

Spielen, bellen, Liebe geben,
Freude bringen, Knochen nehmen,
wenn es doch so einfach wär,
ein Leben für uns halb so schwer.

Die Einsicht, daß es anders geht,
zu begreifen, wie man lebt,
das ist wohl die wahre Kunst,
erfährst Du aller Wesen Gunst.

Übernimmst Du diese Art und Weise,
glaub ich, wirst Du nicht zum Greise,
bleibst fröhlich, fit und froh
und Dein Hund sowieso.

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Findlingshund

Wer hat Dich geboren
mit Fledermausohren,
mit pfiffigem Köpfchen,
mit Augen wie Knöpfchen,
mit magerem Ränzchen,
geringeltem Schwänzchen,
beseelt und lebendig,
getreu und verständig?

Wer hat Dich besessen,
verstoßen, vergessen?
Du Sammlung von Rassen,
ich kann Dich nicht lassen.
Du Bastard, Du kleiner,
ab heute wirst Du meiner -
ob Reichtum, ob Not,
wir teilen das Brot

L. Tiedemann

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Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung,
Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen,
wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches
Gesicht man ohne Mißtrauen schauen kann?

Schopenhauer (1788 bis 1860)

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Herz

Gehe nicht mit Tieren um
wie mit harten Steinen.
Tiere sind, mein Freund, nicht stumm,
alle können weinen.

Tiere haben auch ein Herz,
können wie Du fühlen;
drum bereite keinen Schmerz,
laß sie Liebe fühlen.

Tiere sind Dir dankbar sehr,
mehr oft als Verwandte.
Gibst Dein Herz Du für sie her,
ist es keine Schande.

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Unser Hund

Das Frauchen hat ihn lieb gehabt
und hat ihn oft gestreichelt.
Drum hat ihr dann der liebe Kerl
so inniglich geschmeichelt.

Er hat sich oft ins Bett gelegt,
die Liebe zu beweisen;
und nicht mal Leck'res hat bewegt,
ihn davon zu verweisen.

Auch jetzt noch ist's sein Aufenthalt.
Er will im Bette bleiben.
Und ist's auch leer und ist's auch kalt,
er ist nicht zu vertreiben.

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Mein Herrchen hat Geburtstag

Einmal "Wau"
heißt, ich muß in den Garten,
zweimal "Wau"
länger kann ich nicht warten.
Du schreckst aus dem Schlaf
und erhebst Dich ganz leise,
öffnest die Tür
und ich geh auf die Reise.
Mein Geschäft ist erledigt,
ich eile zurück,
denn was jetzt kommt,
ist mein ganzes Glück.
Du hast mich erwartet
und streichelst mein Fell,
das Frühstück ist bereitet
und langsam wird es hell.
Doch heute wecke ich Deine Frau,
denn Du hast Geburtstag,
das weiß ich genau.
Da wird gefeiert die ganze Nacht
und unausgeschlafen hat das noch nie Freude gemacht.
Ich wünsche Dir Glück, soviel es nur gibt
Und bleibe gesund, ich habe Dich lieb

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Mein Hund

Wir sind unser zwei im Zimmer: mein Hund und ich.
Draußen heult ein fürchterlicher Sturm.
Der Hund sitzt mir gegenüber und blickt mir in die Augen.
Auch ich blicke ihm in die Augen.
Es ist, als wollte er mir etwas sagen.
Er ist stumm, er verfügt nicht über Worte, er mag sich selbst nicht verstehen.
Ich aber, ich verstehe ihn.
Ich verstehe, daß in diesem Augenblick in ihm und in mir ein und dasselbe Gefühl lebt, daß es zwischen uns keinerlei Unterschied gibt.
Wir sind beide gleich; in uns beiden brennt und leuchtet dasselbe zuckende Flämmchen.
Denn einmal kommt er geflogen, der Tod, und weht mit seinem kalten, breiten Flügel.
Wer wird dann noch unterscheiden können, welches Flämmchen in ihm gebrannt hatte und welches in mir?
Nein, das sind nicht Mensch und Tier, die sich gegenseitig anblicken:
Das sind zwei ganz gleiche Augenpaare, die aufeinander gerichtet sind.
Und in beiden Augenpaaren, in dem des Tieres und in dem des Menschen, ist es
das gleiche Leben, das schüchtern zum anderen drängt.

Iwan S. Turgenjew (1818 bis 1883)

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Nero

In den Augen meines Hundes
liegt mein ganzes Glück,
all mein Inneres, Krankes, Wundes
heilt in seinem Blick.

Friederike Kemper (1836 bis 1904)

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Ein treues Herz

Ein treues Herz,
ein treuer Blick,
das gibt's noch auf der Welt,
denn auch im Schmerz,
nicht nur im Glück
ein Wesen zu Dir hält.

In Freud und Leid, zu jeder Stund',
hält einer treu zu Dir,
Dein Hund dankt für jedes kleine Stück
und blickt Dich an beseelt.
Er spricht zu Dir mit seinem Blick
da ihm die Sprache fehlt.

Erkenn' den Wert,
bevor's zu spät,
sei gut zu Deinem Tier -
denn wenn Dein Hund einst von Dir geht,
wer hält dann die Treue Dir?!

- Verfasser unbekannt -

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Treue

Ihr liebt die treuen Hunde nicht?
Ist Euren Herzen fremd geblieben,
was aus der Hundeseele spricht
und wie ein Hund vermag zu lieben?

Kommt Ihr ins Elend erst einmal,
von allen, die Ihr kennt, verlassen,
und fühlet der Enttäuschung Qual,
dann lernt Ihr Hundetreue fassen.

Will unsere Hände er belecken,
aus klugen Augen auf uns schauend,
die Pfote uns entgegenstreckend,
nur uns ergebend, uns vertrauend.

Dann regt der feste Glaube sich,
weil uns ein Wesen treu geblieben,
dann lernt man unerschütterlich,
den braven Hund von Herzen lieben.

Und wenn Ihr das Gefühl nicht kennt,
ich Euch zu sagen mich nicht scheue:
Vom Hund, den Ihr "Köter" nennt,
lernt eine Tugend - lernt die Treue!

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Die traurige Geschichte von Lea

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.
Die Menschen sagten, daß sie jetzt endlich Geld wollten und daß das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedenen Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.

Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.

Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen, sagen sie, sie sei krank gewesen, und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heiße jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und daß meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich 6 Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts zu machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich ... Gottseidank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum, ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, daß es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

Viele Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

Lea

1999 J Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer

 

Achtung, Hundehändler sind überall

Die Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-Info mit der Bitte, sie an möglichst viele Hundefreunde weiterzuleiten. Sie handelt von einem Welpen im Petshop (Tierhandlung). Bei uns sind solche Läden, wo Hunde im Laden oder auf dem Markt feilgehalten werden, verboten. Nichts desto weniger blüht der Hundehandel, vor allem mit Rassehunden aus den östlichen Ländern.

Toller-Info bittet alle Leserinnen und Leser um aktive Aufklärung zukünftiger Hundehalter. Der Artikel darf (soll) weiterverwendet werden, sei es als Infoblatt in der Tierarztpraxis und beim Futterlieferanten oder als Bericht in einer regionalen Zeitung.

Es ist eine traurige Geschichte, leider ist sie an der Tagesordnung. Häufig ist die Realität noch schlimmer, weil die Hunde mental total gestört und praktisch nicht sozialisierbar sind.

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Mein Hund ist gestorben

Ich begrub ihn im Garten neben einer alten verrosteten Maschine.
Dort, nicht weiter unten, nicht weiter oben,
wird er sich einmal mit mir vereinen.
Jetzt ist er weg, mit seiner Haarfarbe,
seiner üblen Erziehung, seiner kühlen Nase.
Und ich, Materialist, der nicht daran glaubt,
daß es den verheißenen himmlischen Himmel für irgendeinen Menschen gibt,
glaube für diesen Hund oder für jeden Hund an den Himmel,
ja, ich glaube an einen Himmel, in den ich nicht komme,
doch wo er mich erwartet, seinen Fächerschwanz schwenkend,
damit es mir bei der Ankunft nicht an Freundschaft fehle.

Ach, ich will nicht von der Traurigkeit reden,
daß ich ihn hier auf Erden nicht mehr als Gefährten habe,
ihn, der mir niemals ein Diener gewesen ist, er hegte für mich Igelfreundschaft,
die seine Unabhängigkeit wahrte, die Freundschaft eines selbständigen Sterns,
ohne überflüssige Vertraulichkeit, ohne Übertreibungen:
Er sprang nicht an meiner Kleidung empor, bedeckte mich nicht mit Haaren und Schorf,
er rieb sich nicht an meinem Knie, wie es andere, geschlechtsbesessene Hunde tun.

Nein, mein Hund schaute mich an, schenkte mir die Aufmerksamkeit,
die ich brauchte, soviel Aufmerksamkeit wie nötig ist,
um einen Eitlen begreifen zu lassen, daß er, als Hund mit diesen Augen,
reiner als die meinen, die Zeit verlor,
doch er schaute mich an mit dem Blick,
der sein ganzes zotteliges Leben für mich bereithielt, sein verschwiegenes Leben
dicht bei mir, ohne mich je zu belästigen und ohne irgendwas von mir zu verlangen.

Ach, wie oft wünschte ich mir einen Schwanz,
wenn ich neben ihm ging über die Ufer der See, im Winter von Isla Negra, in der
großen Einsamkeit:
Droben die Luft durchschossen von eisigen Vögeln,
und hüpfend mein Hund, struppig,
erfüllt von der wellenwerfenden Kraft elektrischer Meeresspannung,
mein streunender, schnupperseliger Hund,
hissend den goldenen Schweif im Anblick des Oceans und seiner Gischt.

Fröhlich, fröhlich, fröhlich wie Hunde glücklich sein können,
einfach so, mit der Unumschränktheit unverschämter Natur.

Kein Adieu für meinen Hund, der gestorben ist.

Zwischen uns gibt es und gab es keine Lüge.
Er ist weg und ich begrub ihn, und das war alles.

Pablo Neruda, Letzte Gedichte, 1975
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Wie fotografiere ich meinen Welpen?

1. Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre Kamera.
2. Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie sie in den Abfalleimer.
3. Nehmen Sie den Welpen aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm den Kaffeesud aus der Schnauze.
4. Wählen Sie einen passenden Hintergrund für das Foto.
5. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.
6. Suchen Sie den Welpen und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken aus dem Maul.
7. Plazieren Sie den Welpen auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie zur Kamera.
8. Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Welpen auf allen Vieren nach.
9. Stellen Sie die Kamera mit einer Hand wieder ein und locken Sie Ihren Welpen mit einem Leckerbissen.
10. Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie die Linse vom Nasenabdruck.
11. Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie ihn weg. (den Blitzwürfel)
12. Sperren Sie die Katze hinaus und behandeln Sie den Kratzer auf der Nase des Welpen mit etwas Gel.
13. Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf den Couchtisch.
14. Versuchen Sie Ihrem Welpen einen interessierten Ausdruck zu entlocken, indem Sie ein Quietschepüppchen über Ihren Kopf halten.
15. Rücken Sie Ihre Brille wieder zurecht und holen Sie die Kamera unter dem Sofa hervor.
16. Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie den Welpen am Nacken und sagen: Nein - das machst Du draußen!
17. Rufen Sie Ihren Ehepartner, um beim Aufräumen zu helfen.
18. Mixen Sie sich einen doppelten Martini.
19. Setzen Sie sich in einen bequemen Lehnstuhl und nehmen Sie sich vor, gleich morgen früh mit dem Welpen "Sitz-Platz" zu üben.

(Aus: The Corgi Clarion - Welsh Corgi Club)

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Ein Standard für Richter

Allgemeine Erscheinung:

Der erste Eindruck eines guten Hunderichters sollte sein, daß er eine gerechte, strenge, aber auch sanfte und aufmerksame Persönlichkeit darstellt. Er besitzt eine furchtlose, aber nicht aggressive Art, Selbstsicherheit und eine vornehme Zurückhaltung, welche sich darin äußert, daß er nicht sofort im Ring wahllos neue Freundschaften eingeht, sonders erst später oder erst im Hotel bei einem gemütlichen Essen. Ein Richter sollte eine gewisse Vornehmheit ausstrahlen, schwer zu definieren, aber immer erkennbar nach Beendigung des offiziellen Richtens. Das Geschlecht ist unerheblich. Körperliche Fitness ist wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich, da das süße Leben dieses Spezies sehr stark verweichlicht hat.

Kleidung:

Die Kleidung sollte den klimatischen Verhältnissen angepaßt sein; Unterwäsche der Jahreszeit entsprechen. Aber niemals darf ein Richter unangenehmen Körpergeruch verbreiten.

Figur:

Die wünschenswerte Figur einer Richterin sollte den Proportionen der zu richtenden Rasse entsprechen. Die Figur eines männlichen Richters ist von geringerer Bedeutung, aber eine stattliche Erscheinung ist generell bevorzugt.

Hautfarbe:

Alle Farbvarianten sind zugelassen. Persönlich habe ich zwar noch nie einen blauen Richter erlebt, aber es gibt immer ein erstes Mal.

Größe:

Ein Richter sollte weder zu groß noch zu klein sein. Als allgemeine Faustregel kann gelten: muß ein Richter sich hinknien, um einen Hund zu beurteilen, so ist er zu groß; muß ein Richter hochspringen, um die Hoden zu fühlen, so ist er zu klein. Gemessen werden sollte vom Haaransatz (Haare teilen oder runterdrücken), so daß die tatsächliche Größe festgestellt werden kann.

Gewicht:

Das Durchschnittsgewicht eines Richters sollte zwischen 50 und 150 kg liegen, je nach Geschlecht, jedoch muß immer eine Harmonie zur Körpergröße bestehen.

Gangwerk:

Richter mit der Tendenz, auf dem Boden zu kriechen, sollten in der Beurteilung herabgesetzt werden. Auch das Nichthochheben (Schlürfen) der Beine führt zur Abwertung. Bei der Vorwärtsbewegung ist ein Fuß vor den anderen zu setzen. Hüpfen oder ein wiegender Schritt sind zulässig und manchmal auch eine effektvolle Selbstdarstellung.

Präsentation:

Während des Richtens sollte der Richter im Zentrum des Ringes stehen, die Beine leicht gespreizt, Arme vor der Brust gekreuzt, das Kinn leicht auf die Brust gesenkt mit einem leicht aus den Augenwinkeln schielendem Blick. Hat der Richter diese Haltung eingenommen und die Hunde das "Im Kreis laufen" begonnen, muß der Sonderleiter unbedingt die Runden zählen. Bei mehr als 20 Runden oder einem vorherigen Zusammenbruch eines Vorführers ist der Richter unauffällig durch leichte Stöße in die Rippen darauf aufmerksam zu machen. Ältere und erfahrene Richter kennen Dutzende dieser Haltungspositionen und sind schon öfters dabei eingenickt.

Geringe Fehler:

Stummheit:
Ein Richter sollte in einer gut hörbaren Lautstärke sprechen. Der Wortschatz ist ausreichend, wenn er die Wörter "Laufen", "Noch eine Runde" oder "Halt" und die Zahlen 1 bis 4 beherrscht.
Schwerhörigkeit:
Schwerhörigkeit ist nicht als Fehler zu bewerten. Tatsächlich sollte es sogar als Vorzug angesehen werden, wenn der Richter die ungezogenen Kommentare vom Rand des Ringes oder die ins Ohr geflüsterten Hinweise der Vorführenden über die Qualitäten ihrer Hunde nicht hört.
Blindheit:
Es ist von Vorteil, wenn ein Richter den vollen Gebrauch beider Augen hat. Es gibt jedoch auch bekannte Personen mit extrem stark eingeschränktem Sehvermögen, was einer erfolgreichen Richterkarriere nicht im Wege steht. Vielleicht sollte man das Sehvermögen vom Standard ausschließen, um endlose Diskussionen nach dem Richten zu vermeiden.

Disqualifizierende Fehler:

Richter, welche im Ring toben, brüllen oder hysterische Lachanfälle bekommen, wenn ein Vorführer mit einer erbarmungswürdigen Kreatur den Ring betritt, sind sofort zu disqualifizieren. Auch sind Richter auszuschließen, die den reibungslosen Ablauf unterbrechen, während ein Vorführender einen Scheck für ihn ausstellt, um ihn sofort und nicht erst nach Beendigung des Richtens in Empfang zu nehmen. Ein Richter, welcher einen Vorführenden beleidigt oder körperlich angreift ist nach dreimaliger schriftlicher Verwarnung auszuschließen. Wie in Gehorsamswettbewerben ist ein Richter sofort des Ringes zu verweisen, wenn er öffentlich uriniert oder Kot absetzt. Diese Vorschrift trifft im übrigen auch auf den Sonderleiter und Ringpersonal zu. (Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt)

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Bist Du ein Hundemensch ???
1. Du hast Sweat- bzw. T-Shirts, Schlüsselanhänger, Kaffeetassen, Krawatten und Krawattennadeln, Kühlschrankmagnete, Briefmarken und Figuren mit dem Bild Deiner Hunderasse und mindestens eine Hecke im Garten ist als Hundefigur getrimmt.
2. Du sparst schon monatelang vor einer Hundeausstellung, um weitere unter 1. genannte Gegenstände zu erwerben.
3. Dein Hund bekommt teures Premium-Futter und frisches Fleisch, aber Du ernährst Dich von Fastfood und Tiefkühlpizza.
4. Du hast weit mehr Hundebetten, Leinen und Halsbänder als Hunde.
5. Du triffst nette Leute beim Spazierengehen ....... und stellst zuerst Deinen Hund vor.
6. Du gehst sofort mit Deinem Hund in die Universitätsklinik, wenn er eine kleine Schramme hat, aber wenn Du Dir die Zehen brichst, klebst Du sie selbst mit Isolierband zusammen und nimmst einige Aspirin, um den Schmerz zu lindern.
7. Du hast alle Möbel mit einem einheitlichen Schonbezug versehen, damit Du die Hundehaare leichter entfernen kannst.
8. Du benutzt das gleiche Hundeshampoo wie Dein Hund.
9. Du vergisst nie den Geburtstag Deines Hundes (im Gegensatz zum Geburtstag Deines Partners).
10. Du rechtfertigst den Kauf eines großen Autos damit, daß der Hund bequem Platz hat.
11. Du arbeitest nachts, damit Du den ganzen Tag mit Deinem Hund verbringen kannst.
12. Du kennst die Telefonnummer Deines Tierarztes auswendig.
13. Du hast Hundeleckerli in jeder Hosen- und Jackentasche.
14. Du wohnst in Second-Hand-Möbeln, aber Dein Hund hat das exklusivste Hundebett.
15. Du hast einen schlechten Tag gehabt und redest darüber nur mit Deinem Hund.
16. Du gibst Dich nur noch mit Menschen ab, die auch einen Hund haben.
17. Du bist jederzeit bereit für Hundesitting, nicht aber für Babysitting.
18. Das leise Winseln Deines Hundes zwei Zimmer weiter läßt Dich morgens um 3:00 Uhr aus dem Bett springen, aber den Wecker neben Dir hörst Du nicht.
19. Du weißt mehr über Hundenahrung als über menschliche Nahrung (was man Dir ansieht).
20. Du hast nur Urlaubsfotos, auf denen Dein Hund zu sehen ist (manchmal auch ein Mensch).
21. Du hast Halsbänder und Leinen an der Wand hängen, Hundepflegemittel stehen auf dem Fernseher, Hundeknochen und Spielzeug liegen überall herum, vom Wassernapf führen Tropfspuren in alle Richtungen, der Nasenabdruck Deines Hundes ist auf sämtlichen Möbeln und Du läßt das alles so, selbst wenn Besuch kommt.
22. Wenn Dein Hund krank ist, bist Du es auch.
23. Du kaufst dir nur noch Kleidungsstücke in der Fellfarbe Deines Hundes, damit die Haare nicht so auffallen.
24. Du kaufst Dir einen Wohnwagen und berücksichtigst, daß auch der Hund ein eigenes Bett darin hat.
25. Dein Hund schläft auf der Bank und Du darunter.
26. Du liegst krumm im Bett, damit Deine Hunde Platz haben. Wenn Du nicht mehr liegen kannst, gehst Du auf die Couch... ...und Deine Hunde natürlich auch.
27. Du bist mit Deinem Hund umgezogen. Damit er aber weiterhin mit seiner besten Hundefreundin spielen kann, ist Dir kein Weg zu weit, um ihn dorthin zu fahren.
28. Da Du Deinen Hund nach Möglichkeit überall hin mitnimmst, gestaltest Du Deine Termine und Verabredungen so, daß Dein Hund auf keinen Fall in seinem Schlaf gestört wird, um seinen Spaziergang kommt oder sogar eine Mahlzeit versäumt.
29. Du suchst Dir eine neue Bleibe, aber nur mit Garten, damit Deine Hunde ein schöneres Zuhause haben. Das dauert länger, da Du nicht soviel Miete zahlen kannst und auch noch alleinerziehend bist. Alle sagen "Gib die Hunde weg, dann findest du schneller eine Wohnung...", Du landest fast auf der Strasse, aber Du suchst weiter, bis Du etwas gefunden hast. Nun sind die Hunde 15 und 13 Jahre, aber noch bei Dir und allein das zählt......
30. Freunde, die Angst vor Hunden haben, überrascht ihr mit einem freudigen Empfang - und Du verhinderst gerade noch, daß sie rückwärts die Treppe runterfallen. Anschließend überzeugst Du sie, daß sie mit ihrer Reaktion Deinen Hund beleidigt haben.
31. Du bist eingeschnappt, wenn Gäste die Sympathiebezeugungen Deines Hundes nicht zu schätzen wissen.
32. Da der Hund ein Nasentier ist, läßt Du den Deinen bereitwillig erschnüffeln, was Du gerade gegessen hast - und da er intelligent ist, erklärst Du ihm, daß das für ihn zu stark gewürzt wäre.
33. Die größte Sympathie hast Du für Brief- Fax- oder Emailschreiber, wenn sie, außer Grüßen an Dich, auch Deinem Hund einen Pfotendruck schicken.
34. Du bist eifersüchtig, wenn Dein Hund - aus welchen Gründen auch immer - anderen mehr Aufmerksamkeit schenkt als Dir.
35. Du hast Goethe Deine Sympathie aufgekündigt, weil er Hunde nicht mochte (und sogar Bellen ihn störte).
36. Du gibst zu, daß Du Deinen Hund genauso brauchst wie er dich.
37. Du möchtest manchmal zurücklecken.
38. Du kaufst kein Auto (ein großes natürlich, s.o.) mit Klima-Anlage, aber eins mit Standheizung, damit Dein Hund auch im Winter mitkann.
39. Es zerreißt Dir das Herz, wenn Du Deinen Hund trotzdem mal allein zu Hause lassen mußt.
40. Urlaubszielen (z.B. mit Hundestrand) und Hotels, die Hundeservice anbieten, läßt Du positive Verstärkung erfahren, als begeisterter Kunde oder durch Belobigung.
41. Wenn Du verreist, ist das Gepäck Deines Hundes prinzipiell umfangreicher als Dein eigenes.
42. Dein Hund hat seine eigene Mailbox - und seine ist immer voll....
43. Du hast Babygitter an allen strategischen Plätzen im Haus aufgebaut, aber nirgendwo sind Babys zu sehen.
44. Du kannst nicht aus dem Beifahrerfenster oder Rückfenster sehen, weil es vollständig mit Nasenabdrücken verschmiert ist.
45. Du 32 verschiedene Namen für Deinen Hund hast, von denen die meisten keinen Sinn ergeben, aber Dein Hund versteht sie alle.
46. Dein Hund frißt allerlei fieses Zeug (Du weißt, was ich meine), aber er darf Dir trotzdem Küßchen geben.
47. Du magst Leute, die Deinen Hund mögen und verachtest diejenigen, die ihn nicht leiden können.
48. Du redest über Deinen Hund wie andere Leute über ihre Kinder.
49. Du signierst und verschickst Karten, Emails und alle Grüße zu jedem Anlaß auch im Namen Deines Hundes.
50. Du hast eine extra Decke auf dem Bett, damit es der Hund auch ja bequem hat (oder sollte es heißen, damit Du auch eine Decke hast.... :0)))
51. Du bleibst am Samstag Abend lieber zu Hause und schmust mit Deinem Hund, als mit Deinem Freund/Freundin auszugehen.
52. Du installierst eine extra lange Duschleitung in der Badewanne, damit Du Deinen Hund darin waschen kannst.
53. Du hast das Bild Deines Hundes auf Deinem Schreibtisch stehen und sonst keines.
54. Du belehrst andere Leute immer und überall, was es heißt, ein verantwortungsvoller Hundehalter zu sein.
55. Du bist die einzige Person im strömenden Regen, weil Du mit Deinem Hund gassigehen möchtest.
56. Du gehst nicht zu "Happy Hours", weil Du lieber nach Hause zu Deinem Hund gehst.
57. Deine Wochenenden sind strategisch um Orte und Aktivitäten geplant, die für Deinen Hund relevant sind.
58. Du schaufelst einen Zickzackweg durch den Schnee im Garten, damit der Hund an alle seine Lieblingsplätze kann.
59. Du findest ein Hundehaar von Deinem Hund im Essen, ißt aber trotzdem ungerührt weiter....
60. Du hast Bilder von Deinem Hund in der Brieftasche, anstatt Bilder von Deinen Eltern, Geschwistern, Partner.... oder irgendjemand Menschlichem...
61. Und Grund #1, warum Du ein Hundemensch bist, ist, daß Dein Hund der Star Deiner Website ist!

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Die Urin-Probe

Vorgeschichte:
Beim Tierarzt: "...soo, das Becherchen hier ist zum Sammeln von Morgenharn und dieses hier für die Kotprobe..."
Zwei Tage später:

Machen Sie den Becher "Morgenharn" mit heißem Wasser keimfrei.
Nehmen Sie am stehenden Objekt Maß und prägen Sie sich die angepeilte Stelle genau ein.
Umklammern Sie den Urinbecher fest am angeklebten Stiel und folgen Sie Ihrem Junghund in den Garten. Ignorieren Sie seinen mißtrauischen Blick und halten Sie sich dicht neben ihm. Reißen Sie gleichzeitig mit dem Anheben seines Hinterbeines den Becher unter seinen Bauch. Während sich Ihr Kleiner nach dem Stoß wieder aufrappelt, trocknen Sie sich den Unteram.
Rufen Sie sich die Charaktereigenschaften der Rasse in Erinnerung. Nehmen Sie sich vor, den Becher WAAGRECHT zu halten.
Pirschen Sie sich erneut heran und geben Sie sich völlig unbeteiligt.
Helfen Sie Ihrem Hund mit der Pfote aus dem Urinbecher.
Nehmen Sie sich vor, den Becher das nächste Mal noch HÖHER zu halten.
Fischen Sie die ertrunkene Ameise aus der trüben Pfütze am Bechergrund.
Wechseln Sie erneut die Seite und beten Sie, dass die Vorräte "Morgenharn" nicht zur Neige gehen.
Entschuldigen Sie sich bei Ihrem Hund für das unlautere Festhalten am Hinterbein und ignorieren Sie seine offenkundige Feindseligkeit.
Trocknen Sie sich die Hände und nehmen Sie die Verfolgung wieder auf. Halten Sie das höhere Tempo!
Rappeln Sie sich auf und entschuldigen Sie sich bei Ihrem Kater für das Nehmen der Vorfahrt. Streichen Sie ihn für die nächsten zwei Tage aus der Anwesenheitsliste.
Fangen Sie von den Buschblättern akribisch die beiden Urintropfen auf. Helfen Sie der Spinne wieder aus dem Becher.
Lassen Sie sich eine Ausrede für Ihr Zuspätkommen einfallen und rufen Sie im Büro an.
Versuchen Sie erneut, den aktuellen Aufenthaltsort ihres Hundes zu ermitteln und nehmen Sie nun die Verfolgung mit dem "Kotbecher" auf.
Vergessen Sie endlich die Kotprobe und sehen Sie der Tatsache einer akut aufgetretenen Verstopfung ins Auge.
Halten Sie sich aufrecht bei der Abgabe des Urinbechers. Verdrängen Sie die Mordgedanken gegen die Tierarzt-Helferin angesichts ihres Gesichtsausdrucks. Verteidigen Sie stattdessen die schmutzige Urinpfütze bis auf den letzten Tropfen.
Finden Sie sich mit dem Spott der gesamten Praxis angesichts Ihrer Schwärmereien über die Vorzüge der "Gießener-Urinkelle" der Tierklinik Gießen mit den Ausmaßen eines Wascheimers ab. Lauschen Sie vielmehr aufmerksam den Ausführungen über den möglichen Einsatz einer Haushaltsschüssel beim Sammeln von Urinproben und vereinbaren Sie einen erneuten Termin zur Abgabe von Morgenharn" und Kotprobe".
Machen Sie KEINEN Umweg über das örtliche Tierheim zum Kennenlernen von Hündinnen.

(c) Gaby Kaiser, www.akitainu.de
Der Text darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Autorin weiter verbreitet werden.

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10 Gesetze, wie Hunde ihr Eigentum regeln

1. Wenn ich's mag, ist es meins.

2. Wenn ich's im Maul habe, ist es meins.

3. Wenn ich's Dir wegnehmen kann, ist es meins.

4. Wenn ich's vor 'ner Weile schon mal gehabt habe, ist es meins.

5. Wenn's meins ist, hast Du nie wieder ne Chance, dass es mal Deins wird.

6. Wenn ich was zerkaue, sind alle Teile meins.

7. Wenn's so aussieht, als ob es meins wäre, dann ist es meins.

8. Wenn ich's zuerst gesehen habe, ist es meins.

9. Wenn Du etwas weglegst, mit dem Du gespielt hast, ist es automatisch meins.

10. Wenn's kaputt ist, ist es Deins.

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